Blog

Hamburger Klimaplan – Klima-Strategie 2030 im Dialog

Hamburger Klimaplan –  Klima-Strategie 2030 im Dialog

Der Klimawandel ist spürbar und messbar geworden für uns alle, auch in Hamburg. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten, und zu verwirklichen, existiert der Hamburger Klimaplan. Bis 2050 sollen 80% CO2 in Hamburg eingespart werden, das entspricht etwa 6,9 Mio. Tonnen CO2. Bis zum Jahr 2015 wurden seit 1990 erst ca. 16,6% CO2 eingespart. Möchte man diese Ziele weiterhin erreichen muss sich etwas tun in der Stadt. Die Fortschreibung des Hamburger Klimaplan ist deshalb sehr wichtig. Hierzu veranstaltet die Leitstelle Klimaschutz der Behörde für Umwelt und Energie Hamburg Stakeholderdialoge zu unterschiedlichen Transformationspfaden des Klimaplans. Konzipiert und moderiert wurden die Veranstaltungen von Dr. Manuel Gottschick und Dr. Anke Butscher. „Kommunen müssen mit den gesellschaftlichen und politischen Konflikten umgehen, welche durch Veränderungen und Wandel entstehen, um die Herausforderung des Klimawandels zu meistern.“ – äußert Senator Jens Kerstan bei der Begrüßung zum zweiten Stakeholder Dialog der Veranstaltungsreihe. Die Rolle der Städte ist es, Lösungen zu finden für die neuen, globalen Herausforderungen des Klimawandels. Hamburg geht hier nicht nur mit dem Projekt NEW 4.0 voran. Hamburgs Ziel ist es, klimafit und flexibel zu werden. Der Klimaplan befasst sich mit unterschiedlichen Transformationspfaden. Dem Leitbild des Klimaplans zugehörig sind unter anderem die Leitsätze, die Infrastruktur funktionstüchtig zu halten, zu lernen mit dem Wasser zu leben, klimafreundliche und regionale Konsum- und Verhaltensmuster zu stärken, fossile Brennstoffe zu reduzieren, und mobil und gut vernetzt zu leben. Eine strategische Weiterentwicklung zu einer lebenswerten Klimastadt wird angestrebt.

Der erste Workshop fand am 07.06.2018 zum Thema Transformation urbaner Stadt im IBA Dock statt. Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Herr Senator Jens Kerstan. Hier wurden Neubau, Bestand und Gewerbe unter dem Aspekt der Klimaanpassung und des Klimawandels betrachtet. Aufgeworfene und diskutierte Fragen waren: Wie wollen wir bezüglich Neubau, Bestand und Gewerbe den Herausforderungen von Morgen begegnen? Was hindert uns daran heute schon fortschrittlicher voranzuschreiten? Und wie Stellen wir uns eine Transformation der Stadt vor, wohin entwickeln wir uns? Stakeholder aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung diskutierten in Kleingruppen. Gezeigt hat sich, dass es heute schon Möglichkeiten gibt mehr zu tun, aber Zielkonflikte und Herausforderungen schnellen Fortschritt behindern.

Im zweiten Workshop am 14.06.2018 im IBA Dock wurde das Thema Green Economy mit Teilnehmenden aus der Wirtschaft und themenbezogenen Behörden diskutiert. Senator Jens Kerstan leitete die Veranstaltung mit einer Rede und Begrüßung ein. Klimaschutz und Klimaanpassung, sowie andere, mit der Green Economy verbundene Bereiche wurden diskutiert. Die Fragen: Was wollen wir heute, wie kommen wir dorthin und was sind Herausforderungen bezogen auf das Themenfeld der Green Economy standen im Fokus. Anregungen aus Wirtschaft und Gesellschaft bringen den Prozess der Verwaltung voran. Gemeinsamkeiten zu entdecken, zu diskutieren und sich auszutauschen ist essentiell, um Herausforderungen zu erkennen, Transformationspfade zu identifizieren, Zielkonflikte zu diskutieren, Lösungen zu finden, und Politik für außenstehende Meinungen zu öffnen. Gefordert wurde unter anderem eine klarere politische Richtung und weniger Widersprüche zwischen der Umsetzung einer Green Economy und manchen ordnungsrechtlichen Vorgaben, sowie intensivere Vernetzung unterschiedlicher Projekte, zur Unterstützung, Nutzung und Ausweitung der Synergien in der Stadt.