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Gemeinwohlökonomie für Kommunen: Drei Vorreiter machen sich auf den Weg

Schleswig-Holstein hat viel zu bieten, nicht nur geographisch. Seit Anfang des Jahres 2018 sind die Kommunen, Klixbüll, Bordelum und Breklum in den Prozess der gemeinwohlökonomischen Auditierung ihrer Gemeinden gestartet. Damit sind sie in Deutschland Vorreiter, denn bisher ließen sich nur deutsche Unternehmen gemeinwohlökonomisch bilanzieren, keine Kommunen.

In einer globalen und interdependenten Welt erkennen sie ihre Verantwortung in besonderer Form an und stellen sich einer kritischen Evaluation. Begleitet und angeleitet werden die Kommunen von Dr. Anke Butscher (zertifizierte Gemeinwohlberaterin), Gerd Lauermann (zertifizierter Gemeinwohlberater) und Andreas Zech. Für Gemeinden findet eine spezielle Matrix für Gemeinden der Gemeinwohlökonomie Anwendung. Angeboten werden unterschiedlichen Workshops zu den einzelnen Indikatoren der Gemeinwohlökonomie, auf welchen die Kommunen sich zu den Indikatoren austauschen, Herausforderungen, Fragen und Probleme diskutieren und ihre eigene Arbeit zu den unterschiedlichen Indikatoren vorstellen können.

Noch liegt ein ganzes Stück Weg vor den Gemeinden, aber ein Anfang ist bereits gemacht und Stück für Stück kommen alle gemeinsam voran. Vorreiter sein ist nicht immer einfach, aber in Zukunft werden sicher noch mehr Kommunen den Mut haben, sich auf den Weg zur gemeinwohlökonomischen Auditierung zu machen. Und schon jetzt hat sich für alle Teilnehmenden der Austausch und die intensive Beschäftigung mit den Indikatoren der Gemeinwohlökonomie gelohnt. Denn einen Blick über den Tellerrand hinaus zu werfen, und sich mit der eigenen und globalen Verantwortung, ökologischer Nachhaltigkeit, Demokratie, Transparenz, Mitbestimmung, Solidarität, Gerechtigkeit und Menschenwürde zu beschäftigen, dass lohnt immer – auch und besonders auf kommunaler Ebene.